Studieren über den zweiten Bildungsweg

photo credit: KirsteaOft verläuft das Leben nicht so, wie es eigentlich geplant war. Gerade im Bildungsbereich läuft nicht alles nach Plan. Das kann verschiedene Ursachen haben. Gemeinsam ist aber allen, dass der gewünschte und angestrebte Abschluss auf dem „normalen“ Weg – dem Abitur - nicht erreicht wird, sondern quasi ein Umweg erforderlich ist.
Dieser Weg wird als „Zweiter Bildungsweg“ oder „Schule für Erwachsene“ bezeichnet. Er bietet die Möglichkeit des nachträglichen Erwerbs der angestrebten Schulabschlüsse. Vorteilhaft ist dabei, dass jene Menschen, die sich dazu entschließen, zwei Dinge den Absolventen des „Normalen Bildungsweges“ voraushaben.
Sie verfügen über praktische Erfahrungen und Kenntnisse, da sie aus dem Berufsleben kommen und eine Ausbildung haben. Und zweitens sind sie meist stark motiviert und etwas reifer als ihre Klassenkameraden.
Mit dem vorhandenen Berufsschulabschluss kann der Besuch eines Abendgymnasiums, einer Abendrealschule oder eines Kollegs angegangen werden. Ebenso ist das Ablegen einer Nichtschülerprüfung zur Erlangung des Haupt- oder Realschulabschlusses vor einem Staatlichen Schulamt möglich. An Abendgymnasien und Kollegs, die zu den kostenfreien Schulen gehören, können berufstätige oder berufserfahrene Erwachsene entweder die Fachhochschulreife in einem 2-3- jährigen Kurs nachholen oder in 3-4 Jahren ihr Abitur ablegen.
Die Beantragung von BAföG sollte unverzüglich erfolgen, um eine finanzielle Unterstützung zu bekommen. Die elternunabhängige Förderung für jüngere Leute in der Ausbildung ist an einem Abendgymnasium und Kolleg möglich.
Auch die Erlangung eines allgemeinbildenden Schulabschlusses und die sich daran anschließende
höher qualifizierte berufliche Ausbildung (z.B. Studium) wird gefördert.
In Abhängigkeit von dem jeweiligen Bundesland können neben dem qualifizierenden Hauptschulabschluss und dem Realschulabschluss bzw. der Fachschulreife auch die Fachhochschulreife oder die Fachgebundene und Allgemeinen Hochschulreife erworben werden. Wer diese Chancen sieht und sie ergreift, wird einer sicheren und erfolgreichen beruflichen Zukunft entgegengehen.
